Doping im Radsport
Was soll eigentlich die ganze Aufregung ums Doping im Radsport? Schon in der Amateurklasse nimmt jeder Fahrer vor dem Rennen ein Asthmaspray, was übrigens auch viele Skispringer und andere Leistungssportler tun, und dass die Tour de France eigentlich nur gedopt zu überstehen ist weiß jeder Hobby Rennradfahrer.
Das lächerlichste ist ja, dass jeder nur Doping zu Zeiten zugibt für die er rechtlich nicht mehr belangt werden kann oder Aussagen wieder zurückgezogen werden. Und wir Deutschen sind natürlich ganz vorne mit dabei wenn es darum geht die eigenen Sportler niederzumachen. Armstrong zum Beispiel durfte doch (krankheitsbedingt) auch gedopt fahren und kein Ami würde auf die Idee kommen zu sagen, dass der seine Titel zurückgeben soll. (Nicht, dass viele Leute in den USA schon von der Tour da France gehört hätten. Die denken vermutlich, dass damit der D-Day gemeint ist. [Was übrigens eine selten dämliche Abkürzung ist, da sie für Day-Day steht.]) Da ist es eigentlich verständlich, dass Jan Ulrich sich in Schweigen hüllt.
Dass das deutsche Fernsehpublikum trotz Doping am Radsport hängen bleibt zeigt sich darin, dass ARD und ZDF die Tour laut dem Meister mindestens bis 2008 ausstrahlen werden.
Über die Dopingberichterstattung im TV haben das Sportblog und der TV-Sport-Maniac schon zu genüge ausgelassen.
Ich sage: Legalisiert das Doping im Radsport!
Neue Sponsoren für die Teams werden sicher schnell gefunden sein. Ich denke da an Bayer, Novartis, Ratiopharm und andere Pharmakonzerne. Um den Ansporn zu steigern bekommen alle Fahrer identische Räder, so dass aus dem Material keine Vorteile entstehen können.
Dann ist es nur noch eine Schlacht der Präparate.
Gut, die Zahl der Toten wird geringfügig ansteigen aber der Pharmaindustrie wird ja daran gelegen sein einen guten Eindruck zu machen. Es dürften also nicht übermäßig viele Fahrer ums Leben kommen, denn das wäre ja schlecht fürs Image/Geschäft eine schreckliche Tragödie.